Fräulein Vino on Tour – Episode VIII

Der ungezähmte Widerspenstige

Tradition schätzt Bernhard Ernst vor allem in seinem Keller, im beruflichen Alltag geht er lieber seinen eigenen Weg. Begleitet man ihm einen Stück darauf erkennt man sofort, dass es kein Stiller ist. Der Jungwinzer aus Deutschkreutz setzt seine Schritte laut, schrill und voller Energie. Das beschauliche Familienunternehmen mutierte unter seiner Leitung in kürzester Zeit zum trendigen Garagenweingut. Ein vinophiler Event ohne den jungen Wilden existiert praktisch nicht.

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Qualität beginnt im Weingarten. Quelle: Weingut Ernst

In der Weinherstellung verlässt sich Bernhard Ernst auf althergebrachte Vinifikationsmethoden. Rund 8ha werden per Hand gelesen, sortiert wird direkt im Garten. In kleinen offenen Bottichen wird vergoren, wie es schon seit Jahrhunderten üblich ist in Deutschkreutz. Mostkonzentration, sowie der Einsatz von Holzchips, künstlichen Tanninen oder Reinzuchthefen sind im ein Graus. So konservativ er sich zeigt bei der Vinifikation, so extrovertiert und innovativ gestaltet er Kundenakquise und Vertrieb.

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Wild, frech, dynamisch – Bernhard Ernst.                     Quelle: Weingut Ernst

In einem Glas „ernsten Wein“ trifft Eleganz auf Hard Rock. Tiefgründige Finesse wird aufgelockert durch wohl dosierte Keckheit. Wie einst seine musikalischen Idole „Nirvana“ und „Gun´s´Roses“, hat auch Bernhard Ernst noch Großes vor und das schmeckt man. Da lockt der „Blaufränkisch Deutschkreutz“ beispielsweise mit einem „Come as you are“ beim ersten Schluck und lädt zu einem legeren Abend mit Freunden. Die rote Cuvée Zion säuselt hingegen von einem Aufenthalt in „Paradise City“. Herkunft ist dem dynamischen Mittelburgenländer wichtig, dabei vergisst er jedoch nie auch einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Anders ist er der Bernhard Ernst. Anders als die Anderen und das ist gut so.

Fräulein Vino´s Tipp:

Cuvée Zion
Blaufränkisch trifft auf Zweigelt auf ein Rendevouz im  Barrique. Typisch Burgenland!

Bezugsquellen:

  • Onlineshop  – Neun Weine:
    Bis 17. Oktober 2015 findet man den Roten zum Sonderpreis.
    Hier geht´s zum Shop: www.neunweine.at
  • Delicius – concept store
    Brodtischgasse 28, 2700 Wr. Neustadt
    www.delicius.at

Fräulein Vino & Friends – Episode I

Um das Fräulein Vino ist es in letzter Zeit ein wenig ruhiger geworden. Viel zu tun hat es in seinem neuen Concept Store. Vor einigen Tagen gönnte es sich jedoch eine Auszeit und machte sich auf nach Langenlois. Fred Loimer lud zur Sektverkostung. Doch heute berichtet nicht das Fräulein Vino über dieses schäumende Erlebnis, sondern Gast-Blogger Branko Mucina.

Die Sektmeister von Langenlois
Dass sich Winzersekt aus Österreich vor Schäumern aus anderen weltberühmten Herkunftsregionen nicht verstecken muss, ist für Weinfans schon lange kein Geheimnis mehr. Großartige Schaumweine kommen tatsächlich aus allen Ecken des Landes, denn belebende Säure sowie tolle Fruchtaromatik verleihen die Paradesorten Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Zweigelt oder Pinot Noir (um nur einige zu nennen) unseren Sekterzeugnissen allemal.

Und doch scheint unter all den Weinbauregionen das Kamptal und sein Epizentrum Langenlois mit ihrer beeindruckenden Dichte an Spitzenerzeugern für die Produktion wegweisender Winzersekte geradezu prädestiniert zu sein. Die jahrzehntelange Erfahrung, traditionelle Herstellungsmethoden und Innovationslust der Winzer gehen hier offenbar Hand in Hand und bieten Genussfreunden eine Vielzahl an Stilen und Geschmacksnuancen, während die Region mit idealen klimatischen und geologischen Bedingungen für fantastische Sektgrundweine aufwartet.

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                                 This is where the magic happens. (c) Anna Stöcher

Von all dem, sowie von der Kollegialität unter den Langenloiser Winzern konnte man sich anlässlich der Präsentation der neuen Sekte des Weinguts Loimer, eines der Aushängeschilder der Region, Anfang September vor Ort überzeugen. Nach 17-jähriger „Abstinenz“ begibt sich Fred Loimer also wieder auf prickelndes Terrain – diesmal mit renommierter Unterstützung durch Master of Wine Andreas Wickhoff. Präsentiert wurden demnach nicht nur Loimers neue Sektkreationen, sondern auch die seiner Mitstreiter Jurtschitsch, Steininger, Bründlmayer und Schloss Gobelsburg.

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(v.l.n.r.): Steiniger, Maurer, Palfrader, Scheuba, Wickhoff, Bründlmayer, Moosbrugger, Jurtschisch. (c) Anna Stöcher

Gemeinsame Vielfalt
Als Sektliebhaber könnte man durchaus mit Langenlois sein Auslangen finden, so großartig ist das dortige Angebot. Was neben der Qualität der sprudelnden Tropfen ebenso beeindruckt, ist die Tatsache, dass sich die oben genannten Winzer nicht vornehmlich als Konkurrenten sehen, sondern sich für ein gemeinsames Renommee der Langenloiser Winzersekte einsetzen. Qualität entsteht im Weingarten und die Trauben für die Grundweine werden gezielt und mit großem Respekt für die Natur angebaut, darin scheinen sich alle einig zu sein. Dass dabei jedoch die unterschiedlichsten Stilrichtungen zustande kommen können, liegt an dem jeweiligen Zugang der Produzenten – uns kann diese Qual der Wahl nur recht sein.

Sekt
         Loimer´s prickelnder Beitrag. (c) Anna Stöcher

Was gab es denn nun alles? Insgesamt wurden 15 Sekte verkostet, die Palette reichte von alt bis neu, kraftvoll bis filigran und von Cuvées bis zu reinsortigen Schäumern. So präsentierte Steininger seine gewohnt kraftvollen und eher als Speisenbegleiter geeigneten Sekte, unter anderem den Lagenwein ‚Riesling Heiligenstein 2011‘. Unter den ausdrucksstarken, mineralischen Klassikern von Bründlmayer wurde auch sein allererster Sekt (‚Brut 1989‘) ausgeschenkt und als Jahrgänge mit viel Spannung erweisen sich die Vertreter aus 2010 und 2013. Schloss Gobelsburg zeigte neben dem anregenden ‚Brut Reserve 2011‘ als Kontrast mit außerordentlich langer Reifezeit einen ‚Vintage‘ aus 2004. Und mit seinen 2009er beweist auch Alwin Jurtschitsch kompromissloses Streben nach Qualität – sein ‚Brut Nature‘ und ‚Brut‘ dürfen beide ein langes Hefelager von mehr als 4 Jahren genießen!

Und die Neuankömmlinge von Fred Loimer und Andreas Wickhoff? Sowohl der ‚Extra Brut‘ als auch der ‚Brut Rosé‘, beide aus 2013 und ausschließlich aus Zweigelt und Pinot Noir bereitet, sind elegante, feine und zugleich eigenständig charaktervolle Sekt-Persönlichkeiten, in deren Begleitung wir sehr gerne ein Menü oder einen ganzen Abend verbringen wollen. Last but not least: die noch auf der Hefe liegende ‚Langenlois Grosse Reserve 2013“ aus weißen Burgundertrauben wird mit zum Feinsten gehören, was die ohnehin mit großartigen Schaumweinen gesegnete ‚Sekt-Hauptstadt“ Langenlois je hervorgebracht hat – diese Behauptung wagen wir bereits heute!

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Über Branko:
Branko, 38, gebürtiger Slowake, seit Ewigkeiten in Wien, Übersetzer-Studium (Frz., Span.), seit einigen Jahren vom Weinvirus gebissen, 1 Jahr an der Boku Weinbau, seit 2014 WSET-Weinakademie-Diploma in Rust (nächstes Jahr fertig), daneben Verkostungen für Mayer am Pfarrplatz und die Schreiberei, bei gouttes et gouts (http://gouttesgouts.com/) und bei weinerleben: https://www.weinerleben.eu/

Mag: authentische Weine, naturnah arbeitende Winzer, Weine mit Frische, Trinkfluss und Herkunft, Furmint, Riesling, Süßweine, Pinot Noir, Schaumweine, eh alles 😉

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                               Gast-Blogger Branko.

Fräulein Vino informiert sich – Episode VII

Wein des Teufels

In Fräulein Vino´s Concept Store „Delicius“ versammelten sich vor einiger Zeit Freunde des prickelnden Genusses. Verkostet wurde Winzersekt aus Österreich, sowie Champagner aus Frankreich. Michael Prünner, Generalimporteur der Champagnermarke Jaquart, durfte als Gast begrüßt werden. Mit viel Witz und Lässigkeit brachte er den Gästen das schäumende Thema näher. Die Highlights seines Vortrages möchte ich euch nicht vorenthalten…

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Gespannt lauschten die Besucher den prickelnden Geschichten von Michael Prünner.

Geschichte

Lang ist es her, da brachten die Römer die ersten Weinreben in die Champagne. Von Schaumwein war noch lange nicht die Rede, produziert wurde lediglich Stillwein. Der lange Transport über Stock und Stein bekam dem in Fässer abgefüllten Wein nicht sonderlich gut. Im 17. Jahrhundert hat man daher begonnen den Wein in Flaschen zu füllen. Durch die frühe Abfüllung gärte der Wein unbeabsichtigt in den Flaschen weiter. Gut daran war, dass der leicht schäumende Wein hervorragend schmeckte. Schlecht daran war, dass ein großer Teil der Flaschen bereits im Keller oder während des Transports explodierten. Bis zur Lösung dieses Problems waren Kellermeister gezwungen Eisenmasken während der Arbeit zur tragen um sich vor Splittern zu schützen. Die Bezeichnung „Wein des Teufels“ war geboren…

Eben so eine Situation dürfte sich laut Erzählungen auch in einem Keller eines französischen Benediktinerklosters abgespielt haben. Die dort gelagerten Flaschen explodierten, die Mönche flüchteten aus dem Keller und verteufelten den edlen Tropfen. Einer von ihnen wollte es jedoch genauer Wissen und stieg die Kellertreppe noch einmal hinunter um von dem Wein zu kosten. „Brüder. Kommt geschwind. Ich trinke Sterne!“ rief er vor lauter Begeisterung. Dieser mutige Mönch war Dom Pérignon, seines Zeichens verantwortlich für die Weiterentwicklung der kontrollierten Flaschengärung, dem sicheren Verschluss von Champagnerflaschen, dem Weißkeltern von roten Trauben und der Kunst des Verschnitts.

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Dom Perignon                                             Quelle:http://www.somaticstechnologyconference2012.com

Herstellung

  1. Als Basiswein kann reinsortiger Wein oder eine Cuvée verwendet werden. Erlaubt sind die Sorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier.
  2. Tirage: Der in Flaschen abgefüllte Basiswein wird mit Zucker und Hefe versetzt, danach wird die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen.
  3. Gärung in der Flasche verschlossen mit einem Kronkorken.
  4. Lagerung in dunklen, kühlen Kellern. Mindestens 15 Monate lang.
    Rütteln: Um die Hefe zu entfernen wird die Flasche  in ein Rüttelpult gestellt. Zunächst liegt sie für 2 Wochen fast waagrecht, täglich wird sie um eine zehntel Umdrehung gewendet. In der letzten Woche wird sie dann Tag für Tag weiter auf den Kopf gestellt. Die Hefe sammelt sich vor dem Kronkorken.
  5. Degorgieren: Kopfüber wird die Flasche in ein Eisbad getaucht. Der Hefepropf gefriert. Nach dem Öffnen schießt der Hefe-Eis-Propf aus der Flasche.
  6. Versanddosage: Die fehlende Flüssigkeit wird durch die Dosage ersetzt. Jetzt bekommt der Schaumwein seine einzigartige Note. Dabei kann auch die Süße des Schaumweins bestimmt werden.
  7. Fertigstellung: Zu guter Letzt werden die Flaschen mit einem Naturkork und der Agraffe (Drahtkörbchen) verschlossen.
Step by Step - Von der Traube zum Champagner.
Step by Step – Von der Traube zum Champagner.

Hard Facts

Den Namen Champagner dürfen nur Schaumwein tragen die in dem französischen Weinbaugebiet Champagne erzeugt werden. Folgende Kriterien müssen erfüllt werden:

  • Rebsorte: erlaubt ist die Verwendung von Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay
  • Anbaugebiet und Produktionsort muss die Champagne sein
  • Herstellungsverfahren: Méthode Traditionelle
  • Reifedauer: min. 15 Monate
Prickelnde Verführung von Jacquart.
Prickelnde Verführung von Jacquart.

Fräulein Vino´s Tipp:

Champagne brut mosaique (12,5 % alc.)
Weingut Jaquart, Reims
Méthode Traditionelle
0,75l € 30,60

Champagne rosé mosaique ( 12,5 % alc.)
Weingut Jaquart, Reims
Méthode Traditionelle
0,75l € 35,50

Bezugsquelle:
Delicius – concept store
Brodtischgasse 28
2700 Wiener Neustadt
www.delicius.at

All jene die nicht gleich in eine Flasche investieren möchten, probieren einfach Mal ein köstliches Glas voll Champagner. 🙂

 

Für all jene die nicht gleich in eine Flasche investieren möchten, probieren einfach Mal ein köstliches Glas voll Champagner. J

Fräulein Vino on Tour – Episode VII

Hoher Besuch und toller Wein

Vor einigen Tagen stattet der Wiener Neustadt Bürgermeister dem Fräulein Vino einen Besuch ab. Im Schlepptau Winzer Gerhard Schagl aus Hölles. Die offizielle Aufgabenstellung war schleunigst abgearbeitet. Es galt gemeinsam einen passenden Wein für offizielle Empfänge der Stadt Wiener Neustadt auszusuchen. Danach begann für das Fräulein Vino erst der richtige Spaß, es kostete sich durch das gesamte Sortiment.

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Die Schalls – Ein starkes Team.               Quelle: Weingut Schall

Insgesamt 7 ha bewirtschaftet Gerhard Schagl gemeinsam mit seiner Familie. Sein Weingut samt Heurigen liegt im niederösterreichischen Hölles. Seine Weingärten sind in der Thermenregion rund um Baden beheimatet. Die Weinpalette der Familie Schagl ist beeindruckend lang. So findet man österreichische Klassiker wie Grünen Veltliner, Welschriesling, Zweigelt und St. Laurent auf der Weinkarte. Dazwischen entdeckt man internationale Klassiker wie Sauvignon blanc und Pinot Noir. Für einen Winzer der Thermenregion dürfen natürlich regionale Stars wie Rotgipfler, Zierfandler und Blauer Portugieser im Produktportfolio nicht fehlen.

Heurigen
In gemütlicher Atmosphäre kann verkostet und geschlemmt werden. Quelle: Weingut Schagl

Die Weine von Gerhard Schagl können alle zwei Monate im Rahmen einer Degustation verkostet werden. Gemeinsam mit seinem Sohn öffnet er ab 18:00 Uhr den Verkostungsraum. In entspannter Atmosphäre kann persönlich mit dem Winzer gefachsimpelt und verkostet werden. Für das kulinarische Vollprogramm empfiehlt sich ein Besuch des familieneigenen Heurigens.

Termine:

-) Verkostung im Weingut Schagl       07. August 2015 ab 18:00 Uhr
-) Ausg´steckt ist                                     20. bis 30. August 2015-07-31

Fräulein Vinos Genießer Tipps: 

Wein
Quelle: Weingut Schagl

-) Welschriesling 2014 (Ab Hof erhältlich um € 3,50)
-) Riesling 2014 (Ab Hof erhältlich um € 4,40)
-) St. Laurent (Ab Hof erhältlich um € 5,20)
-) Cuvée GS (Ab Hof erhältlich um € 9,00)

Viel Freude beim Verkosten, Schlemmen und Genießen!

Fräulein Vino amüsiert sich – Episode II

Get the party started…

Wie nutzt man am besten hitzige Sommernachmittage- und nächte? Richtig! Man ist umtriebig und sorgt mit dem ein oder anderen Gläschen Wein für Abkühlung. Ist wisst nicht wohin? Fräulein Vino hat da ein paar Ideen für euch…

  • Cool & unkonventionell – Sound of Wine

Wann:  Donnerstag, 23. Juli 2015, ab 16:00 Uhr
Wo:       Pratersauna, Waldsteingartenstr. 135, 1020 Wien

Was:     Jung, sexy und kompromisslos laut eigenen Angaben. Coole Clubatmosphäre   gepaart mit ungezwungenen Weingenuss. Über 35 Winzer präsentieren ihre Weine, abgerundet wird das Programm durch Kulinarik, Kunst und Fashion. Fette DJ-Sounds dürfen natürliche auch nicht fehlen.

Info:    15,00 Euro Eintritt bis 22:00 Uhr, danach 10,00 Euro. 5,00 Euro Glaseinsatz. –> https://www.facebook.com/SoundOfWine

Wenn der Tag zur Nacht wird... Quelle: www.steffen-kess.de
Wenn der Tag zur Nacht wird…
Quelle: http://www.steffen-kess.de
  • Der Geheimtipp – Die Genuss Akrobaten – 1. Akt „Sweet Temptation“

Wann: 06. August 2015, 18:30 Uhr
Wo:     Delicius – concept store, Brodtischgasse 28, 2700 Wr. Neustadt
Wirtshaus und Achterlbar Xaver, Lange Gasse 20, 2700 Wr. Neustadt

Was:   Ein Spagat zwischen Brodtischgasse und Lange Gasse. Eine Jonglage von Geschmäckern und Texturen Ein Trapezakt für Genießer. Bewegtes Menü in 3-Gängen inklusive Weinbegleitung und Winzer Meet & Greet.

Info:    55,00 Euro Genusspauschale. Limitierte Gästezahl. Kartenvorverkauf im Delicius – concept store. https://www.facebook.com/events/672472092854527/

Wein und Essen - eine perfekte Kombination. Quelle:www.ich-weiss-wie.de
Wein und Essen – eine perfekte Kombination.
Quelle:www.ich-weiss-wie.de
  • Für Rotweinliebhaber – Rotweintage Neckenmarkt

Wann: 13. Bis 15. August 2015, Eröffnung freitags um 19:30Uhr
Wo:     7311 Neckenmarkt

Was:   Typisch burgenländische Weinkost mit langer Tradition. Genuss trifft auf ländliche Gemütlichkeit. Zünftige Blasmusik, regionale Schmankerl und bester Rotwein.

Info:    http://www.wbv-neckenmarkt.at/

Geselliges Beisammensein bei einem Glas Wein, was gibt es schöneres. Quelle: www.kunst-fuer-alle.de
Geselliges Beisammensein bei einem Glas Wein, was gibt es schöneres?
Quelle: http://www.kunst-fuer-alle.de
  • Traditionell & gemütlich –  Schilchertag

Wann: 14. Bis 18. August 2015, Eröffnung donnerstags um 17:30Uhr
Wo:     8510 Stainz

Was:   Größter Weinevent der Weststeiermark. Im Fokus steht der Wildbacher, besser bekannt als Schilcher. Regionaler Genuss trifft auf Folklore. Tracht nicht vergessen.

Info:    www.schilchertage.at

  • Edel & hip – Wein & BBQ

Wann: 30.Juli – 13. August – 27. August 2015, ab 19:00 Uhr
Wo:     Selektion – Vinothek Burgenland, Esterhazyplatz 4, 7000 Eisenstadt

Was:   BBQ und Winzer Meet & Greet in gediegener Atmosphäre. Laufend wechselnde Themenschwerpunkte. Perfekt zum Start ins sommerliche Wochenende.

Info:    10,00 Euro Kostbeitrag. Speisen müssen extra bezahlt werden.
www.selektion-burgenland.at

Viel Freude beim Strawanzen!

 

Fräulein Vino informiert sich – Episode VI

Wie PIWI?

Sie tragen klingende Namen wie Odysseus, Phoenix oder Helios. Nein, das hier wird kein Bericht über griechische Mythologie. Mit sie, meint das Fräulein Vino pilzwiderstandfähige Rebsorten kurz PIWIs genannt.

PIWIs waren ursprünglich eine Kreuzung aus Europäerreben und amerikanischen Rebsorten. Man wollte quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die angestrebte Kreuzung sollte krankheits- und reblausresistent wie amerikanische Arten sein und die gute Weinqualität der europäischen Rebsorten mit sich bringen. Bereits 1880 wurden die ersten Versuche gestartet den MacGyver unter den Reben zu entwickeln. Heute gibt es eine beträchtliche Anzahl an Keltertrauben und Tafeltrauben, allesamt pilzwiderstandsfähig.

Im 19. Jahrhundert eingeschleppt aus Amerika machen der echte und falsche Mehltau unseren Reben bis heute zu schaffen. Je nach Witterung und Präparat müssen heimische Weingärten 6 bis 16 Mal pro Jahr mit Pflanzenschutz gespritzt werden. Laut einer Analyse des statistischen Amtes der Europäischen Union ist der Einsatz von Pflanzenschutzmittel pro Hektar im Weinbau mit Abstand der Höchste im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Bereichen.

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Pflanzenschutzmittel belasten die Umwelt. Der Einsatz von schweren Maschinen verdichtet zusätzlich noch die Böden.    Quelle: http://www.lagerhaus.at

PIWIs haben all das nicht notwendig. Gegner erwidern, dass Pilze mutieren und danach auch für PIWIs gefährlich werden können. PIWIs in Monokulturen könnten anfällig auf andere Insekten und Viren werden. Das alles ist bis dato noch nicht eingetreten…

Neugierig geworden? Dann probieren Sie Fräulein Vinos Genießertipp:

Muscaris 2013
Hirschmugl, Domäne am Seegauberg
Steiermark
lebendig, aromatisch, Blüten, exotische Früchte, langer Abgang
Ab Hof erhältlich ab 14,00 Euro

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Quelle: Hirschmugl

Quelle: http://www.piwi-international.de

Fräulein Vino informiert sich – Episode V

Ice Ice Baby!

Die Sonne scheint, der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite, einem lauen Sommerabend auf der Terrasse steht nichts im Wege. Oder doch? Oh Schreck, es wurde vergessen den Wein ein zu kühlen. Für Weinliebhaber ein Horrorszenario…

Abhilfe schafft ein Verfahren namens „frappieren“. Beim Frappieren kühlt man Wein mit Hilfe von Eis, Salz und Wasser in wenigen Minuten. Folgendes Video zeigt wie es geht:

Ist der Wein erst Mal gekühlt wartet die nächste Herausforderung. Wie halte ich meinen Wein möglichst lange kühl? Hier zwei Tipps:

  1. Füllt man Wein von der Flasche in ein Glas steigt sogleich seine Temperatur. Servieren sie daher Wein immer 2 Grad kühler als empfohlen. Warm wird er von selber.
  2. Zum Kühlen von Wein am Tisch eignen sich besonders gut Kühlmanschetten, die zuvor im Tiefkühler auf Temperatur gebracht werden können. Achtung beim Einsatz von Eiskübeln, der Wein kann schnell zu kalt werden und verliert dadurch sein Aroma.

Und zu guter Letzt noch eine Übersicht über die empfohlenen Trinktemperatur:

                Quelle: http://www.buehrmann-weine.de

Einem gelungenen Sommerfest steht meiner Meinung nach nichts mehr im Wege. Cheers!

Fräulein Vino on Tour – Episode VII

Fürstlicher Weingenuss

Das Wochenende steht vor der Tür, das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, es gelüstet nach einem Ausflug. Schon steht die leidige Frage an: „Wo soll man hin?“Weinfreunden, Kunstinteressierten und Genießern empfiehlt das Fräulein Vino da das Weingut Esterhazy in Trausdorf neben Eisenstadt.

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Das Weingut Esterhazy in Trausdorf.                         Quelle: Weingut Esterhazy

Von April bis Oktober empfängt das moderne Weingut seine Gäste täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, von Oktober bis März ist von Montag bis Samstag geöffnet. Perfekt also für einen Wochenendausflug. Rund 30 Weine stehen im modern designten Shop zum Verkosten bereit. Das Personal ist kompetent, freundlich und nimmt sich ausführlich Zeit. Durch eine große Glasfront kann man während dem Degustieren direkt in den Barriquekeller blicken. Ins Glas bekommt man ein vielschichtiges Sortiment von außerordentlich guter Qualität. Die Prinzenlinie zeigt sich jugendlich und unkompliziert und bereitet mit einer spritzigen Weißwein-Cuvée, einem fruchtigem Rosé und einer eleganten Rotwein-Cuvée wahres Trinkvergnügen. Die Linie Estoras vereint Internationalität mit Tradition, ein wahrer Genuss die Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot und Cabernet Sauvignon. Auf Authentizität und Terroire setzt die Linie „Single Cru“ bestehend aus 5 Lagenweinen ausgebaut im Barriquefass. Wer gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, nimmt Teil an einer Führung durch das Weingut oder an einem der zahlreichen Workshops und Events. Hier geht´s zum Programm: www.esterhzay.at.

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Prinzessin, Prinz und Froschkönig repräsentieren die Prinzenlinie. Quelle: Weingut Esterhazy

Nach einem Besuch des Weinguts empfiehlt sich ein Abstecher in das „Weinmuseum Burgenland“ im Schloss Esterhzay im Herzen von Eisenstadt. Bis Oktober ist das Museum täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, danach verkürzen sich die Öffnungszeiten. Tief in den verzweigten Kellergängen des Schlosses erfährt man Interessantes über die Geschichte des Weinbaus, die Vielfalt der Rebsorten und die ständige Steigerung der Weinqualität. Zu besichtigen gibt es unter anderem die älteste Baumpresse, sowie das älteste und größte Holzfass des Burgenlandes (http://esterhazy.at/de/ausstellungen/670632/Weinmuseum-).

Den Tag lässt man am Besten gemütlich ausklingen in der gegenüber liegenden Vinothek „Selektion Burgenland“. Ein Glas burgenländischen Wein, einen Teller Prosciutto garniert mit Käse und der unbezahlbare Blick auf das ehrwürdige Schloss Esterhazy – Genießerherz was willst du mehr?

Die Vinothek "Selektion Burgenland" verwöhnt mir burgenländischer Qualität Quelle: www.selektion-burgenland.at
Die Vinothek „Selektion Burgenland“ verwöhnt mit                     burgenländischer Qualität.                                                                                                                    Quelle: http://www.selektion-burgenland.at

Fräulein Vino informiert sich – Episode IV

Essen sucht Wein

Trotz Eröffnungsstress findet das Fräulein Vino nach wie vor Zeit zum Schlemmen. Letzten Samstag verschlug es die umtriebige Genießerin in den Wiener Stadtpark. Im Rahmen des „Genussfestivals“ präsentierten kulinarische Botschafter aus ganz Österreich ihre Spezialitäten. Hier ein wenig feinster Prosciutto, da ein Glas Wein, dort ein herzhafter Teller Suppe. Vervollständigt durch süße Versuchungen und unzählige Kostproben. Für Feinschmecker ein Kurzbesuch im 7. Himmel, für deren Geschmacksnerven ein kniffliger Härtetest.

Am Heimweg fand das Fräulein Vino einige Parallelen zwischen ihrem lukullischen Ausflug und dem Thema „Wein & Essen“. Es stellet sich die Frage: „Welcher Wein passt zu welchem Essen? Was passt und was passt so gar nicht?“ Zuhause angekommen begann die geschmackvolle Recherche, hier eine kurze Zusammenfassung:

  1. Säure und Säure verdoppelt sich
    Möchte man auf ein natürliches Facelifting verzichten serviert man säurearme Weine zu säurebetonten Speisen. Zum Beispiel Grauburgunder zum Salat mit Essigmarinade.
  1. Süße und Süße hebt sich auf
    Süße Desserts können ohne weiterem mit süßen Weinen kombiniert werden. Zum Beispiel Apfelstrudel zum Prädikatswein.
  1. Gleich und Gleich gesellt sich gern
    Diese Gleichheit kann sich sowohl auf die Aromen in Wein und Speise beziehen, als auch auf den Charakter. So könnte man beispielsweise einen Gewürztraminer mit Anklängen von exotischen Früchten zu asiatischen Gerichten reichen. Zu einem deftigen Fleischeintopf mit Speck trinkt man am besten einen kraftvollen, gereiften Roten aus dem Barrique.
  1. Die Sauce
    Buttrige Weißweine aus dem Barrique (z.B. Chardonnay) harmonieren hervorragend zu cremigen Oberssaucen. Pfeffriger Grüner Veltliner ergänzt perfekt mit Pfeffersauce verfeinerte Gerichte (siehe Punkt 3).
  1. Die Garzeit
    Gerichte mit langer Garzeit (z.B. Schmorgerichte) verlangen nach gereiften Weinen. Speisen mit kurzer Garzeit (z.B. Steak) fragen nach jungen Weinen. Das gilt auch für Saucen.
  1. Die Herkunft
    Eine Kombination aus Speise und Wein aus der gleichen Region oder dem gleichem Land funktioniert fast immer. So serviert man zum Beispiel Gemischten Satz zum Wiener Schnitzel oder italienischen Rotwein zu Pasta und Pizza.
  1. Wein zum Kochen = Wein zum Genießen
    Koche ich zu Hause kommt mir lediglich Wein in den Topf den ich im Anschluss auch im Glas genieße.
Blog
Quelle: http://www.life-tipps.de/wp-content/uploads/2013/02/Weinkarte.png

Abschließend ist zu erwähnen, dass erlaubt ist was schmeckt. Erst durch das Probieren der verschiedensten Kombinationen findet man heraus was einem schmeckt und was so gar nicht. Mein Motto hinsichtlich dieser Thematik lautet: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

(weiterführende) Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/tipps-fuer-die-kombination-von-wein-und-essen-12921936.html

http://www.oesterreichwein.at

 

Fräulein Vino amüsiert sich – Episode I

Good wine, cool beats

Am Mittwoch stürzte sich Fräulein Vino in das Wiener Nachtleben. Natürlich wurde der Abend wie sooft dem Thema Wein gewidmet. Der Event „Wine Affairs“ führte die umtriebige Weinliebhaberin in das noble Hotel Hilton im Herzen der Stadt.

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Nobel, nobel – Das Wiener Hilton wurde zur hippen Partylocation

Unter dem Motto „superior wine tasting & finest dj tunes“ verwandelte sich die Galerie des Innenstadthotels in eine hippe After-Work-Party-Locations. An den Turntables sorgten DJane Lola Pour und DJ Mauri Q mit zeitgemäßen Housebeats für legere Partystimmung. Verkostet wurden Weine von insgesamt 27 österreichischen Winzern. Für den kleinen Hunger zwischendurch kredenzte man Antipastiteller bester Qualität zu einem hervorragend Preis-Leistungsverhältnis. Anzutreffen war vor allem junges Publikum in Partylaune, doch auch der ein oder andere Weinliebhaber älteren Semesters mischte sich unter die Besucher. Fazit: Netter, gut besuchter After-Work-Event für Weinliebhaber jeden Alters. Gelungener Kontrast zu herkömmlichen Weinfachmessen und Verkostungen. Degustation mit Spaßfaktor als gesellige Option zum Abend Ausklingen Lassen.

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Spitzen Wein trifft auf coole Beats.           Quelle: wine affairs

Um sich durch das Sortiment aller Winzer zu kosten fehlte dem Fräulein Vino leider die Zeit, doch hier ein paar Entdeckungen die besonders gute gefielen…

#         Heckenstutzer-Furmint 2014 | Weingut Kraft | Rust | € 6,90 Ab-Hof
Fruchtiger Gaumenschmeichler – Honigmelone & Steinobst

#         Muscaris | Weingut Hirschmugl 2014 | Seggauberg | € 14,00 Ab-Hof
Geschmackvolle PIWI-Sorte – Kräuter & exotische Früchte wie Lychee

#         Blaufränkisch Reserve 2009 | Weingut Alexs | Gols | € 12,50 Ab-Hof
36 Monate im Barrique und das schmeckt man auch- fruchtig, würzig,                        wunderbarer Abgang nach Marzipan

#         Welschriesling 2014 | Weingut Zirngast | Glanz | € 5,50 Ab-Hof
Frisch, fruchtig, steirisch – so muss Welschriesling schmecken

#         Jungwein 2014 | Weingut Piribauer | Neudörfl | € 5,00  Ab-Ho
Fruchtig, freche Cuvée aus Muskateller und Sämling – sehr zugänglich

#         Cremello (CH+WB) 2014 | Weingut Gangl | Illmitz | € 5,50 Ab-Hof
Der Name ist Programm – umwerfend cremige Burgundercuvée

#         Mephisto (ZW+CS+ME) 2012 | Weingut Christ | Wien | € 16,00 Ab-Hof
Teuflisch gut – harmonische Rotweincuvée

#         Wiener Gem. Satz DAC 2014 | Weingut Bernreiter | Wien | € 9,50                       Gelungene Kombination aus Grüner Vetliner, Riesling, Weißburgunder
            und einem Hauch Traminer

#         Falko 2014 | Weingut Dürnberg | Falkenstein | € 7,00 Ab-Hof
Weißweincuvée aus Gelben Muskateller, Welschriesling und
Sauvignon blanc – fruchtig, blumig, frisch

#         RotSylt 2013 | Weingut Pfneisl | Deutschkreutz | € 9,00 Ab-Hof
Fruchtig, würzige Cuvée aus Shiraz und Zweigelt – Burgenland trifft
auf Internationalität

Den nächsten Eventtermin findet weininteressiertes Partyvolk unter:
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Stay tuned!