Fräulein Vino genießt – Episode I

Wenn Nebendarsteller zu Stars werden

Stets präsent, doch ewig in die Rolle des Nebendarstellers gedrängt. Das Brot ist bei Weinverkostungen ein willkommener Gast. Wird über die zu probierenden Weine hitzige diskutiert und hochtrabend philosophiert, wird dem Bissen Brot kaum Beachtung geschenkt. Sind wir uns ehrlich, können wir einem frischen Stück Brot aber genau so wenig widerstehen wie einem guten Glas Wein.

Liebhaber des reschen Gebäcks sollten sich daher den 23. Jänner 2016 rot im Kalender markieren. An diesem Tag verwandelt sich die „Alte Post“ im 1. Wiener Gemeindebezirk in eine große Backwerkstatt. Rund 20 Bäcker aus ganz Österreich zeigen im Rahmen des Events „Kruste und Krume – Back-Werk-Stadt“ ihr Können. Im Namen von Slow Food begleitet Barbara van Melle den Event und stellt jene Bäcker vor die ihr Handwerk nach wie vor schätzen, sowie Tradition und Vielfalt wahren. Um das Genusserlebnis zu komplettieren werden Weine von Willi Bründelmayer, Zantho, Silvia Henrich und Markus Huber kredenzt. Allerlei  deftige Köstlichkeiten aus den Küchen von Konstantin Fillipou, Christian Petz und der Schinkenmanufaktur Thum runden das Angebot ab.

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Barbara van Melle liebt Brot. Foto by Wolfgang Hummer

Das Brot nicht gleich Brot ist bemerkt man spätestens nach einem beherzten Biss, der nicht zufrieden stellt. Doch wie erkenne ich gutes Brot? Worauf muss beim Kauf geachtet werden? Das Fräulein Vino hat bei Brotexpertin Barbara van Melle nachgefragt.

1) Wie wird Brot zu gutem Brot?

Man nehme gutes – am besten biologisches – Getreide, Wasser, Salz und viel Zeit. Nur die Zeit gibt dem Brot seinen wahren Geschmack und hält es auch länger frisch.

 2) Wer kennt das nicht?  Man möchte Brot kaufen, steht vor üppig bestückten Regalen und kann sich nicht entscheiden. Wie kann ich als Kunde zwischen gutem und nicht so gutem Brot unterscheiden?

Man muss sich mit Brot beschäftigen, nur wer weiß, wie gutes Brot schmeckt, wird diesen Geschmack auch suchen. Das trifft übrigens auf alle Lebensmittel zu, Geschmack muss erlernt und geschult werden. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass die Herkunft nachvollziehbar ist. So wie man nicht zu anonymen Weinen greift, sollte man nicht zu anonymen Broten greifen. Die Garantie für handwerklich gemachtes Brot, das aus regionalen Rohstoffen besteht und in dem nichts ist, was nicht ins Brot gehört, kann nur der Bäcker oder die Bäckerin des Vertrauens geben. 

 3) Brot und Wein. Eine herrliche Kombination. Doch welches Brot wird am besten zu Wein kombiniert?

 Das beste Brot zum Wein gibt es nicht.  Brot wurde lange Zeit als etwas Alltägliches betrachtet. Aber Brot ist viel mehr, es ist eines der vielfältigsten Lebensmittel. Jedes Brot hat seinen eigenen Charakter, seine ganz besonderen Eigenschaften in Bezug auf Aussehen, Textur, Geruch, Geschmack. Und all das gilt es auch in Verbindung mit Wein zu entdecken.

 Lust auf vielfältige Backwerk bekommen? Dann empfiehlt sich ein Besuch beim größten Bäckermarkt Wiens. Hier geht´s zum Programm. 

 

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