Wie PIWI?
Sie tragen klingende Namen wie Odysseus, Phoenix oder Helios. Nein, das hier wird kein Bericht über griechische Mythologie. Mit sie, meint das Fräulein Vino pilzwiderstandfähige Rebsorten kurz PIWIs genannt.
PIWIs waren ursprünglich eine Kreuzung aus Europäerreben und amerikanischen Rebsorten. Man wollte quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die angestrebte Kreuzung sollte krankheits- und reblausresistent wie amerikanische Arten sein und die gute Weinqualität der europäischen Rebsorten mit sich bringen. Bereits 1880 wurden die ersten Versuche gestartet den MacGyver unter den Reben zu entwickeln. Heute gibt es eine beträchtliche Anzahl an Keltertrauben und Tafeltrauben, allesamt pilzwiderstandsfähig.
Im 19. Jahrhundert eingeschleppt aus Amerika machen der echte und falsche Mehltau unseren Reben bis heute zu schaffen. Je nach Witterung und Präparat müssen heimische Weingärten 6 bis 16 Mal pro Jahr mit Pflanzenschutz gespritzt werden. Laut einer Analyse des statistischen Amtes der Europäischen Union ist der Einsatz von Pflanzenschutzmittel pro Hektar im Weinbau mit Abstand der Höchste im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Bereichen.

PIWIs haben all das nicht notwendig. Gegner erwidern, dass Pilze mutieren und danach auch für PIWIs gefährlich werden können. PIWIs in Monokulturen könnten anfällig auf andere Insekten und Viren werden. Das alles ist bis dato noch nicht eingetreten…
Neugierig geworden? Dann probieren Sie Fräulein Vinos Genießertipp:
Muscaris 2013
Hirschmugl, Domäne am Seegauberg
Steiermark
lebendig, aromatisch, Blüten, exotische Früchte, langer Abgang
Ab Hof erhältlich ab 14,00 Euro

Quelle: http://www.piwi-international.de