Fräulein Vino informiert sich – Episode IV

Essen sucht Wein

Trotz Eröffnungsstress findet das Fräulein Vino nach wie vor Zeit zum Schlemmen. Letzten Samstag verschlug es die umtriebige Genießerin in den Wiener Stadtpark. Im Rahmen des „Genussfestivals“ präsentierten kulinarische Botschafter aus ganz Österreich ihre Spezialitäten. Hier ein wenig feinster Prosciutto, da ein Glas Wein, dort ein herzhafter Teller Suppe. Vervollständigt durch süße Versuchungen und unzählige Kostproben. Für Feinschmecker ein Kurzbesuch im 7. Himmel, für deren Geschmacksnerven ein kniffliger Härtetest.

Am Heimweg fand das Fräulein Vino einige Parallelen zwischen ihrem lukullischen Ausflug und dem Thema „Wein & Essen“. Es stellet sich die Frage: „Welcher Wein passt zu welchem Essen? Was passt und was passt so gar nicht?“ Zuhause angekommen begann die geschmackvolle Recherche, hier eine kurze Zusammenfassung:

  1. Säure und Säure verdoppelt sich
    Möchte man auf ein natürliches Facelifting verzichten serviert man säurearme Weine zu säurebetonten Speisen. Zum Beispiel Grauburgunder zum Salat mit Essigmarinade.
  1. Süße und Süße hebt sich auf
    Süße Desserts können ohne weiterem mit süßen Weinen kombiniert werden. Zum Beispiel Apfelstrudel zum Prädikatswein.
  1. Gleich und Gleich gesellt sich gern
    Diese Gleichheit kann sich sowohl auf die Aromen in Wein und Speise beziehen, als auch auf den Charakter. So könnte man beispielsweise einen Gewürztraminer mit Anklängen von exotischen Früchten zu asiatischen Gerichten reichen. Zu einem deftigen Fleischeintopf mit Speck trinkt man am besten einen kraftvollen, gereiften Roten aus dem Barrique.
  1. Die Sauce
    Buttrige Weißweine aus dem Barrique (z.B. Chardonnay) harmonieren hervorragend zu cremigen Oberssaucen. Pfeffriger Grüner Veltliner ergänzt perfekt mit Pfeffersauce verfeinerte Gerichte (siehe Punkt 3).
  1. Die Garzeit
    Gerichte mit langer Garzeit (z.B. Schmorgerichte) verlangen nach gereiften Weinen. Speisen mit kurzer Garzeit (z.B. Steak) fragen nach jungen Weinen. Das gilt auch für Saucen.
  1. Die Herkunft
    Eine Kombination aus Speise und Wein aus der gleichen Region oder dem gleichem Land funktioniert fast immer. So serviert man zum Beispiel Gemischten Satz zum Wiener Schnitzel oder italienischen Rotwein zu Pasta und Pizza.
  1. Wein zum Kochen = Wein zum Genießen
    Koche ich zu Hause kommt mir lediglich Wein in den Topf den ich im Anschluss auch im Glas genieße.
Blog
Quelle: http://www.life-tipps.de/wp-content/uploads/2013/02/Weinkarte.png

Abschließend ist zu erwähnen, dass erlaubt ist was schmeckt. Erst durch das Probieren der verschiedensten Kombinationen findet man heraus was einem schmeckt und was so gar nicht. Mein Motto hinsichtlich dieser Thematik lautet: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

(weiterführende) Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/tipps-fuer-die-kombination-von-wein-und-essen-12921936.html

http://www.oesterreichwein.at

 

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